DENKRAUM 

MITTEN
IM RAUSCHEN

Essays über
Wahrnehmung, Würde und Neurodiversität, Gesellschaft, Kulturwandel und Welt

Warum dieser Titel – und was er bedeutet

Wir leben in einer Zeit, in der Informationen immer schneller werden, Meinungen lauter und Antworten oft einfacher erscheinen, als die Wirklichkeit es zulässt. Zwischen Nachrichten, sozialen Medien und dem ständigen Strom neuer Eindrücke bleibt kaum Raum, einen Gedanken wirklich zu Ende zu denken.

Mitten im Rauschen ist eine Einladung, genau diesen Raum wiederzufinden.

Der Titel beschreibt den Ort, an dem wir uns alle bewegen: mitten im Rauschen unserer Zeit. Und zugleich beschreibt er eine Haltung – nicht vor der Welt zu fliehen, sondern in ihrer Unruhe innezuhalten, genauer hinzusehen und neue Perspektiven zu entdecken.


Die Essays dieser Sammlung möchten keine endgültigen Antworten liefern. Sie möchten Denk- und Resonanzräume eröffnen. Räume, in denen Fragen wichtiger sein dürfen als schnelle Urteile. Räume, in denen Philosophie, Psychologie, Kultur, Neurodiversität und gesellschaftliche Entwicklungen miteinander ins Gespräch kommen. Räume, in denen Komplexität nicht vereinfacht, sondern verständlich gemacht wird.

Vielleicht entstehen gerade dort die Gedanken, die uns helfen, uns selbst, andere Menschen und unsere gemeinsame Zukunft ein wenig besser zu verstehen.

Willkommen Mitten im Rauschen.

Warum dieser Titel – und was er bedeutet

Rauschen ist zunächst ein physikalischer Begriff. In der Nachrichtentechnik bezeichnet es das unerwünschte Signal – die Überlagerung, die entsteht, wenn eine Übertragung gestört wird, wenn zwischen Sender und Empfänger etwas eindringt, das nicht gemeint war. Rauschen ist das, was bleibt, wenn wir alles wegfiltern, was Bedeutung trägt. Es ist der Rest. Das Hintergrundrauschen. Das, was immer da ist und dem wir normalerweise keine Aufmerksamkeit schenken – bis wir genau hinhören. – Und dann ist es das lauteste Ding der Welt.

Diese Sammlung heißt „Mitten im Rauschen“. Nicht trotz der Unschärfe dieses Bildes, sondern wegen ihr. Denn das Rauschen beschreibt etwas, das sich in keinem präziseren Begriff einfangen lässt: den Zustand des Denkens, Erlebens und Schreibens, aus dem diese Essays entstanden sind. Einem Zustand, der weder ruhig noch laut ist, weder geordnet noch chaotisch – sondern beides gleichzeitig, in ständiger Bewegung, mal ansteigend, mal verwebend, niemals ganz still.
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